Am 19./20. September 2026

Kunstspur

Arbeiten von 

• Christian Gnass

• Gilbert Geister

• Matthias Schamp

• Karl-Heinz Mauermann

 

Im Garden Room zeigt Christian Gnass unter dem Titel NEUanfang Grafiken und Fotos, die auf Borkum entstanden sind.

 

 

Im Garten hat Gilbert Geister drei seiner Wasserskulpuren aufgebaut.

 

Es gibt einen roten Eimer, der mit Wasser gefüllt ist. In ihm dreht sich eine Stange, an der ein kleines Behältnis befestigt ist. Aus diesem schnellt bei jedem Durchlauf eine kleine Wasserfontäne in die Luft. Diese Wasserfontäne bildet für Bruchteile einer Sekunde eine – vergängliche – Wasserskulptur. 

 

Die zweite Arbeit ist eine dialogische; zwei Besucher sitzen sich am Gartentisch gegenüber, zwischen sich eine moosbewachsene Kiste, deren Unterbau mit Wasser gefüllt ist. Die beiden Besucher können nach einem Gummiball mit Schlauch greifen, mit dem sie kleine Wasserfontänen in die Luft spritzen – und so in einen Dialog treten.

 

 

 

 

 

Die dritte Arbeit ist mitten in den Beeten aufgebaut. Dort ist eine lange, dünne Metallröhre installiert. Sie ist mit einem verdeckt gelegten Wasserschauch verbunden; dieser kann über einen auf der Terasse liegenden Fußschalter geöffnet werden. Dann schießt der Strahl hoch in die Luft. Für einen Moment ist eine Wasserskulptur zu sehen. Der Besucher erschafft diese selbst. Er kann sie durch Variation des Drucks auf den Fußschalter beeinflussen.

 

   

 

 

Im Hof hat Matthias Schamp Artefakte früherer Arbeiten aufgebaut, in denen er Kunst für Schweine geschaffen hat. Und er stellt seine Planung für eine Ausstellung im Deutschen Fleischermuseum in Böblingen vor. Dort wird er unter dem Titel Großer Leberwurstaufstand nicht nur seine Schubberstücke zeigen, sondern auch geknetete Leberwurst-Kreaturen, welche aus wurstbestrichenen Butterbrot-Oberflächen hervorkriechen.

 

 

 

 

 

Karl-Heinz Mauermann stellt in einer Lesung seinen gerade erschienenen Roman Der Straßenköter – Gänge durch das Ruhrgebiet vor. In ihm führt Wolfgang König, der Straßenköter, Menschen durch das Ruhrgebiet. Nicht zu den bekannten Sehenswürdigkeiten, sondern zu unbedeutenden, vergessenen Orten: Trinkhallen, Hinterhöfen, leerstehenden Ladenlokalen und Straßen, in denen sich die Geschichten der Menschen wie Staub auf den Fassaden abgelagert haben. 

Als bildnerische Arbeiten zeigt er Fotos, die bei den Recherchen zu dem Buch entstanden sind und das Video TRÄUME!, das 2019 mit Matthias Schamp als Hauptperson an dem damals noch verfallenen Kiosk in Bochum gedreht wurde, den Schamp inzwischen als Lehr- und Kunstort nutzt.